Interview mit Seraphime von My Daily Celebrity News
Bitte stell doch dich und deinen Blog kurz vor.
Mein Blog heißt „My Daily Celebrity News“ und ich betreibe ihn seit etwa anderthalb Jahren. Im Großen und Ganzen berichte ich dort über das aktuelle Geschehen in der Welt der Prominenten, neue Kinofilme, Musik Videos, Mode und gebe ab und zu einen Tipp zum Thema Blogdesign o.ä. zum Besten.
Wieso hast du den Blog Leben ins gerufen?
Vor drei Jahren wusste ich nicht einmal, dass es sowas wie Blogs überhaupt gibt! Darauf hatte mich eine Freundin gebracht, deren Kommilitonin über ihren Alltag und das Unileben gebloggt hatte. Da ich seit der Schulzeit eine kleine Leidenschaft fürs Schreiben entwickelt habe, war ein Blog für mich von Anfang an etwas, was ich unbedingt auch ausprobieren wollte. Was mich beim Bloggen so fasziniert ist, dass man immer up-to-date sein sollte und quasi nebenbei noch etwas über Sachen wie Webdesign und HTML lernt. Außerdem kann man darüber viele neue Leute kennenlernen. Was ich an der „Blogosphäre“ besonders schätze ist, dass man sich gegenseitig hilft und sein Wissen teilt.
Warum nutzt du einen kostenlosen Blog Service, anstelle von selber hosten?
Über das selber hosten habe ich schon öfter nachgedacht und fast hätte ich mir eine Domain und URL besorgt. Trotzdem bin ich bei Blogger.com geblieben. Warum? Weil ich das Bloggen in erster Linie als Hobby ansehe und ich mit Blogger weitgehend zufrieden bin. Die Nutzung ist recht einfach, es ist kostenlos und man hat selten Ärger mit Ausfällen.
Du veröffentlichst sehr viele Bilder von Prominenten. Hast du keine Angst vor Abmahnungen?
Abmahnung ist eines der wohl am meisten diskutierten Themen in der Blogosphäre. Einige meiner Kollegen hat es bereits „erwischt“ und man muss aufgrund der strengen Gesetzeslage wirklich vorsichtig sein und aufpassen, was man wie veröffentlicht. Ich verwende fast nur Bilder von „Buzzfoto“ und „PicApp“. Bei Ersteres habe ich mir eine schriftliche Erlaubnis eingeholt. PicApp habe ich erst vor einigen Monaten entdeckt. Das ist eine Plattform, die eine Unmenge an legalen Fotos zu den lieben Promis zur Verfügung stellt, man muss sich nur registrieren. Da dieser Service kostenlos ist, holt sich Picapp die Kosten für die bezahlten Bilder über Google Adsense Werbung wieder rein. Diese ist unterhalb des Fotos angebunden.
Kannst du uns einige Eckdaten zu deinem Blog geben?
Ich habe insgesamt schon 2.169 Artikel veröffentlicht (Stand: 05.10.09). Laut „Statcounter“ wird meine Seite im Monat 17.000 Mal abgerufen (Page Views), wobei bis zu 13.000 Besucher (Unique Visitors) auf meinem Blog vorbeischauen. Alleine 7000 kommen aus Deutschland. Der Rest aus Österreich, der Schweiz, den USA, Großbritannien, Frankreich, etc.
Welche Einnahmequellen nutzt du auf deinem Blog?
Gar keine. Allgemein mag ich Blogs, die Werbung schalten nicht so gerne. Es kommt natürlich darauf an, wie penetrant diese ist. Wenn sich die Werbung schon beim Besuch auf dem Blog vor diesen schaltet und ich diese erst umständlich wegklicken muss, ist das für mich meistens ein Grund, die jeweilige Seite kaum oder gar nicht zu besuchen.
Welche Methoden hast du genutzt, um deinen Blog bekannt zu machen?
Zu Beginn hatte ich Google befragt und bin auf eine Menge Artikel von anderen Bloggern gestoßen, die einem zu dem Thema Ratschläge geben. Was wichtig ist, ist der Eintrag des Blogs in Blogverzeichnissen, wie Blogalm oder Bloggeramt oder Social Networks wie Myspace. Weiterhin sollte man sein Blog natürlich mit viel und gutem Inhalt füllen, was auch bei Google gut ankommt. Ganz wichtig ist auch die Kommunikation mit anderen Bloggern, am besten aus demselben Genre, wodurch man Kontakte knüpft und gleichzeitig Material für die eigene Blogroll sammelt. Ansonsten ist es von Vorteil, sich Stück für Stück eine treue Lesergemeinde aufzubauen und auf Kommentare von Lesern zu reagieren.
Woher bezieht man als Blogger immer die Neusten Informationen?
In erster Linie sollte man möglichst immer up-to-date sein und Interesse am Weltgeschehen zeigen. Die neuesten Informationen beziehe ich über (inter.)nationale Tageszeitungen und Magazine sowie andere (Promi)Blogs, die ich regelmäßig lese und Twitter (direkt von den Promis). Das können insgesamt schon locker 50 bis 60 (pro Tag) verschiedene Medien werden.
Was hältst du aktuell vom stark diskutierten Microblogging-Dienst namens Twitter?
Twitter habe ich das erste Mal kurz nach meinem Start als Bloggerin entdeckt. Damals war es noch nicht so bekannt gewesen und ich fand es eher uninteressant. Der ganze Hype, der seit dem/n letzten Jahr/en darum gemacht wird, hat mich wieder an Twitter erinnert, so dass ich dem Dienst eine zweite Chance gegeben habe. Anfangs ist es merkwürdig zu „zwitschern“, aber da es wie eine Art Miniblog ist, habe ich mich schnell daran gewöhnt. Es macht Spaß, da man auch mit seinen Lesern und Kollegen einfacher Kontakt halten kann. Ich verwende es auch, um auf Artikel von mir aufmerksam zu machen.
Welche Blogs verfolgst du selbst regelmäßig?
Englischsprachige Blogs, wie „Perez Hilton“ und „Just Jared“ und andere deutsche Promi Blogs wie „Promicabana“ oder „Promi Pranger“. Natürlich gehe ich auch auf Blogs, die über andere Themen schreiben, wie der Modeblog „Stylekingdom“ oder die „Blogwiese“.
Was würdest du rückblickend anders machen?
Ich würde mir, bevor ich einen Blog erstelle, mehr Gedanken über Sachen wie Thema, URL oder den Namen machen. Das war bei mir eher zufällig geschehen. Außerdem würde ich mich mehr über das Thema Internetrecht informieren.
Dein Tipp für alle Blogger, die einen Blog aufbauen möchten?
Sich für ein Thema zu entscheiden, was einen selber stark interessiert und eine Leidenschaft fürs Bloggen entwickeln. Es gibt für mich in der Blogosphäre kaum etwas Schlimmeres, als Blogs, wo man merkt, dass die Autoren keine Lust am schreiben bzw. bloggen haben. Gerade in diesem Jahr bin ich auf mehr als eine Handvoll dieser Blogleichen gestoß.
Vielen Dank an Seraphime für das Interview!






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