Interview mit Sascha über seinen Webmaster Blog
Bitte stell doch dich und deinen Blog kurz vor.
Mein Name ist Sascha Oertlin. Soviel hat wohl jeder schon mitbekommen, steht ja in der Domain. Ich zeichne 28 Lenze und blogge seit einem halben Jahr. Ist noch gar nicht so lang, oder? Im Internet bin ich schon, seit dem es das erste Analoge Modem gibt. Damals zwar zum zocken, aber ich wusste zumindest was es ist.
Nachdem ich meine Außendienst Tätigkeit nicht mehr ausüben wollte, habe ich mir überlegt, dass Ganze einmal Online zu machen. So kamen die ersten Seiten von mir ins Netz. Mein Blog ist meine Aufgabe.
Ich beschäftige mich fast den ganzen Tag damit. Recherche hier – Artikel da. Das Hauptthema ist das Geld verdienen Online. Ich probiere so ziemlich alles aus, was es gibt und berichte darüber. Mittlerweile ist mein Blog soweit gewachsen, dass ich eigene Projekte realisiere nur um zu sehen, wie sich das ein oder andere entwickelt. Bei mir erlebt man live am Objekt den Erfolg oder das Scheitern der Aktion Geld verdienen. Da ich aber nicht immer nur Geld im Kopf habe, gibt’s auch Filmtrailer, Web2.0, Facebook, Twitter usw. Viele Dinge habe ich verfasst, weil ich es einfach interessant finde. Dazu kommen Tutorials für PHP, die ich demnächst noch ausbauen werde.
Seit einiger Zeit beschäftige ich mich auch mit SEO, da ich sehr guten Kontakt zu einigen Agenturen aufgebaut habe. Auch das wird Bestandteil in meinem Blog. Hat zwar jeder, aber was mich dann unterscheiden wird, ist, dass meine Artikel aus dem Jahr 2010 sind. Dementsprechend auch die Informationen. Beispiel: Viele Denken immer noch Nofollow wäre ein wichtiges Attribut. Diese Leute haben aber zum Beispiel selten mal was von Nachbarschaft oder Co-Citation gehört. Egal ich schweife ab.
Im Jahr 2010 werde ich das Spektrum noch sehr erweitern. Aber lasst euch überraschen.
Wieso hast du den Blog ins Leben gerufen?
Ich hantiere schon seit Jahren mit Webseiten und habe auch das ein oder andere Projekt auf die Beine gestellt. Leider bin ich mit den Ergebnissen nie ganz zufrieden gewesen. Erst als ich Anfing mich mit WordPress auseinander zu setzen begann ein Prozess, den ich mit einem Bergaufstieg vergleichen würde. Man fängt ganz unten an und geht Schritt für Schritt immer weiter nach oben. Ich habe viel gelesen über Blogs und dann entschlossen es auch einmal zu probieren.
Mittlerweile sehe ich die Fortschritte meines eigenen Blogs täglich. Hier ein Link, dort ein Kommentar, immer mehr Freunde, die ich dadurch gewonnen habe und hoffentlich gewinnen werde.
Ich bin fasziniert von Zahlen. Es gibt einige Größen in dieser Branche an denen ich mich orientiere. Und ich gebe mich erst geschlagen, wenn diese nur noch die Rückleuchten meines Blogs sehen. Man könnte also sagen, dass mich die Konkurrenz, an denen viele bereits zu Beginn scheitern sogar noch motiviert und antreibt.
Und eben diese Faszination für Zahlen, der selbst gemachte Konkurrenzdruck und der Spaß daran mich derart mitteilen zu können sind rückwirkend die besten Gründe in meinen Augen um eine Erklärung dafür zu finden warum ich Blogge.
Welche Einnahmequellen nutzt du auf deinem Blog?
Es gibt eine Reihe fester Größen in meinem Blog, wie zum Beispiel Adsense. Da ich derzeit aber in einer Umbau Phase bin, ist Adsense und eine Bannereinbindung im Footer von Usemax die einzige Form der Monetarisierung. Hier und da kommt mal ein bezahlter Post von Hallimash oder Trigami. Erst ab Ende Januar oder Anfang Februar werde ich anfangen meinen Blog dahin zu bringen, dass er mir bis Juni ein Einkommen generiert von dem ich Leben werde. Derzeit arbeite ich an einer Reihe von Projekten und Verbesserungen, von denen ich fest überzeugt bin, dass sie eben dies ermöglichen.
Kannst du uns einige Eckdaten zu deinem Blog geben?
In Zahlen kann ich da nur sagen, dass ich oben rechts in der Sidebar eine Statistik eingebaut habe. Den Rest könnt ihr über Seitwert.de erfahren, in dem ihr meine URL dort ein gebt. Ein besseres Statement kann ich dazu auch nicht abliefern.
Teilweise veröffentlichst du bis zu 3-4 Artikel am Tag. Wie viele Stunden investierst du täglich in deine Internetaktivitäten?
Vielleicht wäre diese Frage einfacher gewesen, wenn Du sie anders herum gestellt hättest. Ich stehe morgens auf, mache Kaffee und Frühstück, geh kurz ins Bad. Abends kommt eine drei stündige Pause, weil ich meine PCs dann nicht mehr sehen kann und lieber die tollen Verdummungsserien im Fernsehen anschaue. Die restliche Zeit meines Tages verbringe ich am PC. Außer Samstags, weil ich dann meinen Sohnemann besuche.
Was das veröffentlichen von drei bis vier Artikeln angeht kann ich nur folgendes sagen. Ich habe in den frühen Morgenstunden einen Schub an Kreativität. Danach kann ich fast die Uhr stellen. Halb sechs bis ca. zehn Uhr. Es kommt vor, dass in diesen viereinhalb Stunden bis zu acht neue Artikel in die Entwürfe kommen, die ich dann abends nachbearbeite und vorausplane. Ein Beispiel dafür ist meine Drop-Shipping Serie. Abends habe ich ein Ebook zu diesem Thema gefunden, dass zwar Informationen versprach, aber wie sollte es anders sein, lediglich ein Aufreißer für das Verkaufs-Ebook war. Das hat mich so geärgert, dass ich beschlossen habe, solchen Leuten das Geschäft zu vermiesen, indem ich mir das Inhaltsverzeichnis durchlese und zu jedem Punkt recherchiere. Dann veröffentliche ich die Ergebnisse kostenlos. Die eben genannte Serie entstand in weniger als zwei Stunden.
Welche Methoden hast du genutzt, um deinen Blog bekannt zu machen?
Ach ich bin bekannt? Wenn sich das mal in den Feedreaderzahlen bemerkbar machen würde, dann wäre das echt toll.
Eigentlich bin ich wie jeder andere blutige Anfänger auch vorgegangen. Ich habe mein RSS angemeldet wo immer es ging. Dann habe ich angefangen zu kommentieren und mich teilweise dazu verleiten lassen regelrecht nach Diskussionen zu suchen an denen ich mich beteiligen konnte. Ab und an mal eine Blogparade. Aber ehrlich gesagt habe ich nie wirklich forciert versucht mich bekannt zu machen. Vielleicht sollte ich das mal tun.
Du stellst auf deinem Blog immer wieder Partnerprogramme und deren Einsatzmöglichkeit vor. Welche allgemeinen Tipps kannst du angehenden Affiliates geben?
Ach du je. Allgemeine Tipps zu verbreiten ist immer schwer, weil alles davon tausendfach im Netz zu finden ist, deswegen versuche ich einfach mal einen Ratschlag mit auf den Weg zu geben:
Das Internet hat ein kollektives Gedächtnis. Wenn man einen Kunden übers Ohr haut, nur um seine Provision zu kassieren, dann lernt man sehr schnell, was virales Marketing bedeutet, denn ehe man sich versieht hat genau dieser Kunde in einem Forum darüber berichtet. Und ist Dein Ruf jetzt noch nicht ruiniert, beim zweiten Kunden ist er es definitiv. Alles was man sagt und tut bleibt den Nutzern im Gedächtnis. Also immer ehrlich bleiben und dem Kunden nichts versprechen was Du oder das Produkt nicht erfüllen können. Wählt zum Blog passende Angebote und bevor ihr das Rad neu erfindet: Schaut wie die Mitbewerber arbeiten und macht es ein kleines bisschen besser. Oft reicht das um erfolgreich zu sein. Und als ultimativen Tipp: Lest meinen Blog! Ihr habt die Möglichkeit mir eine Email mit euren Fragen zu einem Partnerprogramm zu schicken. Ich verfasse einen Artikel daraus und stelle das Problem öffentlich für alle Leser zur Verfügung. Anschließend setze ich mich mit euch auseinander und helfe beim Einbau. Für Lau.
Deine Überschrift lautet „Es ist möglich Geld im Internet zu verdienen“. Viele versuchen es aber Wenige schaffen es ernsthaft. Wie hast du es geschafft?
Noch gar nicht. Es gibt schon regelmäßige Einnahmen, aber die sind nicht so groß, dass man davon leben kann. Der Gedanke hinter diesem Slogan ist eigentlich ein anderer. Wenn man heute über die Straße geht und jemanden fragt ob er glaubt, dass man im Internet Geld verdienen könne, dann ist die Antwort in den meisten Fällen: Sicher, wenn man Bill Gates heißt oder ein Betrüger ist. Was viele Leute immer noch nicht wissen, ist das man mit Fleiß und Arbeit trotz allen Unkenrufen eine Existenz im Internet definitiv aufbauen kann. Es gibt zahlreiche Beispiele dafür. Und ich möchte mit meinen Erfahrungen und mit meinem Blog als Paradebeispiel vorangehen und eben zeigen, dass nicht nur die Amis Eier in der Hose haben.
Und für alle, die jetzt die Augen rollen und sich denken: Wieder so einer! – Besucht mich nächstes Jahr um diese Zeit noch einmal. Dann lebe ich von dem, was mein Blog abwirft, ohne dass ich noch etwas dafür tun müsste. Ich habe meine Ziele hoch gesteckt und ich habe auch den Ehrgeiz sie zu erreichen!
Welche Blogs verfolgst du selbst regelmäßig?
In Zahlen und Statistiken sicherlich die Top100 der Deutschen Blogs. Wirklich lesen sind aber nur knapp 50 Stück. Ganz ehrlich kann ich nicht genau sagen welche, denn die sind in meinem Feedreader und da lese ich auch. Ist was Interessantes dabei, dann kommentiere ich. Als festen Leser würde ich mich bei Online-Cash.org bezeichnen, mit dessen Betreiber ich eine Internet Freundschaft aufgebaut habe, bei Crazytoast.de, weil die Tanja selbst über Tomaten bloggen kann und trotzdem immer interessant ist, bei Zeitstrategie.de, weil Lizzy mir ans Herz gewachsen ist, bei Blogger-World.de, beim Meinungs-Blog und bei vielen anderen.
Was würdest du rückblickend betrachtet auf deinem Blog anders machen?
Erstens – Früher anfangen zu bloggen
Zweitens – Noch früher anfangen zu bloggen
Drittens – 10 Finger System lernen.
Mich stört noch immer ein wenig die Gliederung der Kategorien, deswegen werde ich in den kommenden Monaten eine zusätzliche Navigationsleiste programmieren.
Sonst wüsste ich nicht was ich ändern könnte. Es gibt sicherlich einige Punkte, aber Kritik holt man sich am besten von seinen Besuchern und ich lade alle herzlich ein, mal ein paar Sätze per Email zu schreiben. Was passt euch nicht? Was würdet ihr gerne sehen?
Dein Tipp für alle Blogger, die einen Blog aufbauen möchten?
Nutzt WordPress und spart nicht am Hosting. Schaut euch die Mitbewerber an und lasst euch niemals den Spaß nehmen. Bloggen muss Spaß machen. Der erste Schritt ist aber trotzdem immer das Geben. Wenn ihr mit euren Fertigkeiten anderen helfen könnt, dann macht das, egal ob es eine Honorierung dafür gibt oder nicht. Wie gesagt, das Internet hat ein Kollektives Gedächtnis und wie man in den Wald hineinruft…
Vielen Dank an Sascha für das Interview!






One Response to “Interview mit Sascha über seinen Webmaster Blog”
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Dezember 10th, 2009 at 21:11
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Piet, Sascha erwähnt. Sascha sagte: Interview mit Sascha über seinen Webmaster Blog http://bit.ly/5zVion [...]
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