Interview mit Sarah von mondgras.de
Bitte stell doch dich und deinen Blog kurz vor.
Tja, also mein Name ist Sarah, allerdings kennen mich die meisten vor allem unter meinem Kindheitsspitznamen Sari und ich bin die Betreiberin des Blogges Mondgras und des Projekt 52 auf eben diesem Blog.
Ich lebe seit meiner Geburt in Berlin, bin nun seit mehr als einem Jahr glücklich verheiratet und das mit dem Mann, den ich vor über 10 Jahren kennen und lieben gelernt habe und arbeite mit einer Hortkindergruppe.
Ich liebe es kreativ zu sein und versuche das in Form von Zeichnungen und Fotos auszuleben, ich bin aber manchmal auf etwas nachdenklicher und lese sehr viel.
Wieso hast du den Blog ins Leben gerufen?
Wieso kann ich gar nicht genau sagen. Ich weiß, dass ich Wordpress damals aus Neugier installiert habe und weil ich nach einer schnelleren Methode zum Verwalten meines Portfolios gesucht habe. Allerdings habe ich schon immer auf meiner Seite ein bisschen Tagebuch geführt, durch Wordpress ist es nun nur etwas strukturierter geworden und hat dann irgendwann die Oberhand gegenüber des Portfolio-Inhaltes gewonnen.
Welche Einnahmequellen nutzt du auf deinem Blog?
Ich bin schon ein paar Mal von irgendwelchen Linkanbietern angeschrieben worden und auch von Internetseiten, die mir etwas Geld dafür geben wollten, wenn ich einen Artikel über ihre Seite schreibe, aber irgendwie konnte ich mich nie damit anfreunden und warum sollte ich über Poker schreiben, wenn ich noch nie in meinem Leben Poker gespielt habe. Also ist die einzige Geldquelle, die ich auf meiner Seite nutze Amazon. Wenn ich Bücher oder CDs vorstelle, dann versteckt sich dahinter immer ein kleiner Partnerlink, aber bisher waren die Verdienste nicht groß genug für eine Auszahlung, es ist also nichts, was ich als wirkliche Einnahmequelle bezeichnen würde.
Was ganz schön sind, sind diese kleinen Produkttests, die man manchmal in Form von Fotoleinwänden usw. angeboten bekommt. Da kann ich dann doch nicht nein sagen *lach*.
Kannst du uns einige Eckdaten zu deinem Blog geben?
Puuuuuh, lasst mich überlegen…also die Seite Mondgras.de an sich gibt es seit dem 16.Februar 2004, im Jahre 2007, im März, wurde er dann zu einem Blog. Anfänglich sehr wenig besucht gewann er scheinbar vor allem durch das Projekt 52 an Bekanntheit in der Blogsphäre. Inzwischen haben ca. 530 Menschen Mondgras abonniert und ca. 343223 Leutchen den Blog besucht. Mondgras hat täglich so um die 200 – 500 Besucher, je nachdem, wie regelmäßig und interessant ich schreibe.
Welchen Wert legst du auf SEO und wie viele deiner Besucher kommen über Suchmaschinen?
Ganz ehrlich? Ich habe mich damit noch nie wirklich auseinander gesetzt und habe kaum Ahnung davon. Dementsprechend kann man auch nicht sagen, dass ich da großen Wert drauf legen würde *rotwerd* .
Welche Methoden hast du genutzt, um deinen Blog bekannt zu machen?
Wirklich bewusst Methoden genutzt, habe ich damals nicht. Ich war sehr unerfahren und glücklich damit, dass ich immer wusste, worüber ich schreiben will. Ich war immer ein wenig enttäuscht, dass keiner kommentiert hat, aber ich konnte gut damit leben. Bis dann Cindy von der Blogwiese (Interview mit Blogwiese) eines Tages bei mir landete und ich dann anfing ein bisschen das erste Mal in der Blogsphäre herumzuschnüffeln. Ich begann auch andere Blogs für mich zu entdecken und dort zu kommentieren, wodurch die Blogger natürlich auch auf einen Gegenbesuch bei mir landeten. Im Laufe der Zeit wurden die Beiträge durchdachter und das Publikum größer. Einen wirklichen Bekanntheitswachstum hat der Blog dann tatsächlich durch das Projekt 52 erfahren.
Woher beziehst du als Blogger immer die Neusten Informationen?
Recherche im Internet, wenn ich zu einem bestimmten Thema schreiben will. Aber man muss auch sagen, dass ich fast 500 Blogs in meinem Feedreader habe, aufgrund des Projektes und so natürlich eine umfassende Informationsquelle mein Eigen nenne *lach* Da ich aber eh meist über die Bücher schreibe, die ich lese, Bilder zeige, die ich gezeichnet oder fotografiert habe oder über Dinge berichte, die mir im Alltag begegnen, bin ich nicht wirklich auf eine Informationsquelle angewiesen, denn die bin vor allem ich selber.
In vielen „Wie starte ich einen Blog“ Beiträgen wird immer wieder dazu geraten ein spezielles Thema auszuwählen um erfolgreich zu sein. Du bloggst querbeet! Ein Nachteil?
Also davon habe ich noch nicht wirklich etwas bemerkt und einen leichten Schwerpunkt gibt es ja durchaus: Kreativität und Kitsch *gg* Ich bin manchmal halt noch ein Kind und das sieht man auch im Blog. Durch das Kindische, das man manchmal bei mir zu sehen und zu lesen bekommt, scheine ich schon eine bestimmte Gruppe anzusprechen und ich finde Vielseitigkeit muss nicht unbedingt immer ein Nachteil sein. Ich schränke mich selber nicht ein. Das sollte man auch nicht tun, wenn es vor allem ein persönlicher Blog ist. Ich kenne Menschen, die sich selbst Verbote erteilt haben, Dinge, über die sie auf ihrem Blog nicht reden wollen, oder es dann nur passwortgeschützt tun und dann fast darunter leiden, dass sie nicht offen darüber reden können. Ich habe mit der Zeit gelernt, dass manche Dinge nicht in einen Blog gehören und andere perfekt dafür sind und dass es immer einen Weg gibt, eine Situation zu umschreiben. Da das Bloggen für mich ein bisschen wie eine Therapie ist, ist nun mal alles ein bisschen durcheinander. Aber einen Nachteil würde ich darin niemals sehen…
Welche Blogs verfolgst du selbst regelmäßig?
Oh, ganz unterschiedliche, da sind tatächlich Themenblogs, die sich mit dem Zeichnen, mit Tieren und dergleichen beschäftigen, da sind aber auch unglaublich viele persönliche Blogs, die aus dem Leben berichten. Es ist ja fast, wie eine kleine Daily Soap, nur etwas besser ^^.
Was würdest du rückblickend betrachtet auf deinem Blog anders machen?
Nicht viel. Der Blog musste sich entwickeln, damit er so wird, wie er heute ist und er wird sich auch weiter entwickeln, so wie ich mich stetig weiterentwickel. Es wäre naiv zu glauben, dass ich alles hätte besser machen können, denn manche Erfahrungen mussten gemacht werden, genau wie im Leben. Ich würde nicht viel anders machen.
Dein Tipp für alle Webmaster, die erfolgreich einen Blog aufbauen möchten?
Ob erfolgreich, weiß ich nicht, aber ich würde nie den Druck verursachen, erfolgreich sein zu wollen, mit dem Blog, denn das Bloggen soll Spaß machen, oder nicht? Wenn man mal nicht schreiben will, dass soll man es lassen und wenn man mal ganz viel zu erzählen hat, dann gibt es halt mal mehr Einträge an einem Tag. Allerdings habe ich im Laufe der Zeit gelernt bzw. festgestellt, dass es günstiger ist, Themen zu trennen, also nicht über alles Mögliche in einem Beitrag zu schreiben. Das ist sehr unübersichtlich und man hat all seinen Stoff bereits verpulvert.
Wer wert darauf legt schnell ein gewisses Publikum zu haben, sollte sich mal auf anderen Blogs umschauen und kommentieren. Allerdings nicht einfach nur Blabla und ich habe jetzt auch einen Blog, sondern sinnvolle und interessante Kommentare geben, das macht neugierig und man kommt gerne auf einen Gegenbesuch vorbei und mit etwas Glück bleibt derjenige dann auch hängen. Auch empfehlenswert sind immer ein paar Blogdienste, in die man sich eintragen kann, wie die Blogalm, das Bloggeramt usw. Aber ansonsten sei Du selbst und versuche einfach zu vermeiden, dir selbst zu großen Druck zu machen.
Vielen Dank an Sarah für das Interview!





Oktober 28th, 2009 at 12:16
Sehr interessant zu lesen
Oktober 28th, 2009 at 19:56
Mensch, die Sari im Interview :)
Liest sich gut und es ist schön zu sehen, dass wir alle mal klein angefangen haben. Und noch schöner liest es sich, wenn derjenige nicht auf das Ziel hinaus bloggt, viel Geld damit zu verdienen ;)
Oktober 30th, 2009 at 12:05
Ein wirklich sehr sympathisches Interview. Ich finde deine Ansichten toll, das ist wahrscheinlich auch der Grund für den Erfolg deines Blogs. Also mach weiter so!
November 1st, 2009 at 11:03
klingt ganz nach sari (= gefällt mir gut!