Interview mit Ronny von blogtimes.info
Bitte stell doch dich und deinen Blog kurz vor.
Dann werde ich das mal tun. Ich bin der Ronny von BlogTimes, einem deutschsprachigen Fotografieblog. Mit BlogTimes findet man keinen Fotoblog im klassischen Sinne. Das heisst, ich schreibe hier nicht über Dinge wie: Welche Kamerausrüstung ist die Beste – Welche Objektive verwendet Ihr – Was packe ich in meinen Fotorucksack – usw. Dafür gibt es schon viele andere Fotografieblogs. Ich möchte mit meinem Blog Informationen über die Fotografie im Allgemeinen verbreiten. Dazu gehören hauptsächlich die Vorstellung von Fotografen und deren Portfolio, ausgesuchte Fotowettbewerbe, Aktionen und Veranstaltungen. Daneben stelle ich auch einen Teil meiner eigenen Aufnahmen aus.
Wieso hast Du Deinen Blog ins Leben gerufen?
Es gibt viele gute Fotografen, aber ich finde es schade, dass man nur sehr wenig über Sie erfährt.Das war eigentlich der Anreiz einen Fotografieblog mit dem Hauptschwerpunkt Fotografen-Vorstellung ins Leben zu rufen. Ich lege hierbei sehr großen Wert auf die Vorstellung von weniger bekannten Fotografen. Aus diesem Grund können sich alle Fotografen, vom Hobby- bis zum Profifotografen für ein Interview bewerben. Diese einzelne Rubrik wäre allerdings für meine Leser ein bisschen langweilig und so habe ich noch ein paar zusätzliche Interessengebiete hinzugefügt und fertig war BlogTimes. Ihr habt recht, der Name BlogTimes assoziiert ja nicht unbedingt einen Fotografieblog. Da ich WordPress mit einem Magazin-Theme für meinen Blog verwende, ist in Anlehnung daraus der Name entstanden.

Wie kamst Du zur Fotografie und welche Kamera verwendest Du?
Die ersten Berühungspunkte mit der Fotografie war noch zu meinen Schulzeiten. Ich besuchte einen Fotografiekurs und fand eigentlich mehr gefallen an der Technik und an der Dunkelkammer, als an der eigentlichen Fotografie. So schlief dieses Hobby über viele Jahre wieder ein. Erst 2006 sollte ich wieder zurück zur Fotografie finden. Ich fand meine alte Kamera im Schrank und dachte, man könnte doch wieder anfangen und dieses Mal aber richtig. Leider war die Kamera schon sehr alt und nicht mehr zu gebrauchen.So kaufte ich mir eine gebrauchte analoge Spiegelreflexkamera von Nikon samt Dunkelkammer. Ich wollte meine alten Kenntnisse wieder einsetzen und ausbauen und beschaffte mir stapelweisse Bücher über die S/W Fotografie. Schnell merkte ich, dass die analoge Fotografie sehr zeitaufwendig ist und man sehr viel Platz für die Dunkelkammer benötigte. Ich entschloss mich also eine von diese digitalen Wunderwerken zu kaufen und wurde, nach vielen Wochen Fachzeitschriften lesen, fündig – eine Nikon D200, die aber schon kurze Zeit später von der D300 abgelöst wurde. Für den größten Teil meiner Aufnahmen verwende ich das 17-55mm 2,8 von Nikon und Festbrennweiten.
Gibt es ein besonderes Erlebnis, was Dir beim Fotografieren passiert ist?
Mal überlegen… Beim Fotografieren nicht unbedingt. Es war vielmehr meine erste Vernissage im Juli diesen Jahres. Ich war total aufgeregt und konnte Tage zuvor kaum schlafen. Hab mir immer wieder Gedanken gemacht, wie die Besucher wohl meine ausgestellen Bilder finden würden. Man ist ja immer sehr selbstkritisch mit seinen Arbeiten. Man hat Sie schon zigmal angesehen und immer wieder hat man etwas gefunden, was einem nicht so gefällt. Letzten Endes ist es aber super gelaufen und habe sehr viele positve Rückmeldungen bekommen.
Welche Einnahmequelle nutzt Du auf Deinen Blog?
Keine! Ich lege keinen Wert auf Werbeblocks und möchte meinen Blog nicht mit irgendwelchen blinkenden Anzeigen zumüllen.
Kannst Du uns einige Eckdaten zu Deinem Blog nennen?
Ich bin Anfang Mai 2009 mit meinem alten Blog (Blackandwhite-Photography.blogspot.com) von Blogger.com auf WordPress umgestiegen. Mit WordPress habe ich vielmehr Möglichkeiten, was Layout und Design der Seite angeht. Ausserdem ist es einfach zu handhaben. Meine Besucherzahl schwankt stark zwischen 50 und 150 Besuchern pro Tag. Ich denke, dass kommt von dem nicht regelmäßig Bloggen. Ich schreibe nämlich nicht der Besucherzahl wegen, sondern ich möchte mich inhaltlich von den anderen absetzen.

Welche Methoden hast Du benutzt um Deinen Blog bekannter zu machen?
Die Üblichen, wie Eintragungen in Webkatalogen, Verlinkungen von anderen Blogs und Suchmaschinenoptimierung. Ein bisschen Twitter ist auch dabei.
Woher bezieht man als Blogger immer die neuesten Informationen?
Hierbei spielen neben meinen eigenen Artikeln hauptsächlich andere Blogs und Pressemitteilungen rund um das Thema Fotografie eine Rolle.
Was hältst du aktuell vom stark diskutierten Microblogging-Dienst namens Twitter?
Meine Aktivität mit Twitter hält sich in Grenzen. Ich lese mehr Kurznachrichten, als ich selber schreibe. Wenn, dann benutze ich meinen Account um auf andere Webseiten oder Artikel mit Fotografiehintergrund hinzuweisen.
Welche Blogs verfolgst du selbst regelmäßig?
Hier muss ich gestehen, dass ich zwar sehr viele Blogs in meinem Feed-Reader habe, allerdings verfolge ich nur die wenigsten regelmäßig.
Im großen und ganzen würde ich nur einen nennen: Foto-Radar.de. Auf dieser Webseite werden die interessantesten Fotografieblogs mit Ihren jeweils 5 aktuellsten Beiträgen gelistet.

Was würdest du rückblickend betrachtet auf deinem Blog anders machen?
Da ich mich erst seit kurzem mit dem Bloggen beschäftige, würde ich im Moment nichts anders machen. Ich denke aber mit der Zeit fallen einem sicherlich die einen oder anderen Sachen auf. Man ist ja irgendwie ständig am aktualisieren!
Dein Tipp für alle Blogger, die einen Blog aufbauen möchten?
Wenn die Entscheidung gefallen ist einen Blog aufzubauen und auch das Thema und der Inhalt klar ist, dann ist das wichtigste: Bloggen! Allerdings nicht um jeden Preis. Ihr müsst den Leser mit Euren Beträgen gewinnen und auch halten können. Hier zählt nebem dem Inhalt auch der Schreibstil. Das Zweitwichtigste ist am Anfang Geduld und sehr viel Zeit. Ausserdem sollte man sich mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigen, denn nur so erreicht Ihr Platzierungen auf den ersten Seiten.
Vielen Dank Sascha an dieser Stelle für das Interview. Es hat sehr viel Spaß gemacht und mich auch ein wenig zum Nachdenken angeregt.
Vielen Dank Ronny für das Interview.






Leave a Reply