Wer? Wie ? Was?

Der Name Webmaster Interview, verrät schon das meiste. Hier geht es um Interviews mit SEOs, Webmastern, Affiliates und Bloggern aus der Praxis und vielen anderen Menschen aus Fachbereichen des Internet Business.

Die Interviews sollen als Denkanstöße, Motivation und Ideenpool für angehende und fortgeschrittene Webmaster in ihren Fachbereichen dienen.

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Interview mit Patrick von neunzehn72.de – “Ich habe eigentlich geschrieben um des Schreibens wegen”

Bitte stell doch dich und deinen Blog kurz vor.
Mein Name ist Patrick Ludolph, ich bin 38 Jahre alt und komme aus Hamburg. Meinen Blog neunzehn72.de gibt es nun seit ca. 3,5 Jahren.  Thematisch habe ich den Fokus auf die Fotografie und Gadgets aus der Apple-Welt gelegt. Aber es finden sich auch immer mal wieder Beiträge zu vollkommen anderen Themen. Das kann ich mir herausnehmen, da ich eben nicht sage, ich wäre ein reines Fotografieblog. Mittlerweile habe ich fast 3.500 Artikel geschrieben, von kurzen Dreizeilern bis hin zu aufwändigen Tutorials.

Wieso hast du deine Blogs ins Leben gerufen?
Anfänglich war es ein Projekt ohne Ziel und ohne Konzept, halt einfach ein privater Blog in dem ich ein bisschen rumprobiert habe. Auch einen Themenfokus gab es nicht, ich habe eigentlich geschrieben um des Schreibens wegen. Warum ich das getan habe? Keine Ahnung. Ich hatte einfach Lust dazu. Allerdings hat sich das im Laufe der Zeit geändert. Mittlerweile konzentriere ich mich etwas mehr auf bestimmte Themenbereiche und das Feedback der Leser spornt mich an, nicht nur Quatsch auf dem Blog zu machen.

Wie kamst du zur Fotografie und welche Kamera verwendest du?
Fotografiert habe ich schon immer gerne. Angefangen hat alles mit so einer Ritsch-Ratsch-Kamera von Agfa. Während meines Studiums in den USA habe ich dann einen Kurs belegt in dem ich auch gelernt habe Filme und Bilder selbst zu entwickeln. Von da an war es passiert. Ich habe mich immer mehr oder weniger intensiv mit der Fotografie beschäftigt. So richtig ab ging es dann mit der digitalen Spiegelreflexfotografie. Mit der Bildbearbeitung am Rechner kam eine Komponente hinzu, die mich mindestens genauso stark interessiert, wie die Fotografie selbst. Ich liebe es stundenlang an meinen Bildern rumzuschrauben, was man auch an den Ergebnissen sieht. Dass ich ein Bild so zeige, wie es aus der Kamera kommt, wird man nie erleben. Gerne dürft Ihr auch mal auf meinem Flick-Stream vorbei schauen.

Irgendwann habe ich die Panoramafotografie für mich entdeckt und seitdem habe ich mich auf dem Gebiet stark spezialisiert. Einige Werke habe ich auf einer Subdomain unter 360.neunzehn72.de gesammelt. Diese Art der Fotografie finde ich absolut faszinierend.

Meine Kamera ist eine Nikon D700 mit diversen Objektiven. Ich bin überhaupt ein ziemlicher Equipment-Junkie, da ich auch sehr technikverliebt bin. Das hat schon oft dazu geführt, dass ich sinnloses Zeug gekauft habe, was nun zu Hause rumliegt.

Welchen Stellenwert nimmt Fotografieren in deinem Leben ein?
Einen sehr großen. Ich opfere sehr viel Zeit für das Hobby Fotografie. Mein großes Glück ist, dass meine Frau das Hobby fördert und mich oft begleitet, wenn ich mal wieder auf Tour gehe. Wenn ich nicht gerade fotografiere, dann blogge ich über das Thema. Seit Anfang des Jahres habe ich nun auch begonnen Fotokurse in Hamburg zu geben. Dort versuche ich mein angesammeltes Wissen weiterzugeben und natürlich auch eine kleine Einnahmequelle aufzubauen um das ganze Spielzeug zu finanzieren. Beruflich gebe ich auch sehr viele Workshops und halte Vorträge, aber die Fotoworkshops machen so einen riesigen Spaß, dass es vom Funfaktor her nicht vergleichbar ist. Das hat zur Folge, dass die Workshops auch mal den ganzen Tag dauern, obwohl nur für 5 Stunden geplant ;-)

Auch habe ich über die Kombination Fotografie und Bloggen viele Bekanntschaften gemacht bis hin zu guten Freundschaften. Daraus ist sogar schon ein eigener Fotopodcast entstanden.

Welche Methoden hast du genutzt, um deinen Blog bekannt zu machen?
Am Anfang habe ich es einfach allen erzählt, so konnte ich auch innerhalb von nur einem Tag die Leserschaft verdoppeln, von 1 auf 2 ;-)

Ich tausche mich mit anderen Bloggern viel aus, wodurch die ein oder andere Partnerschaft entstanden ist. Man unterstützt sich so gegenseitig und weist gegenseitig auf Artikel hin. Anfangs war ich sehr glücklich persönlichen Kontakt zu einem Blogger zu haben, der zu dem Zeitpunkt bereits mehr als 3 Jahre auf dem Bloggerbuckel hatte.

Mit der Zeit habe ich mich natürlich auch mit Google beschäftigt und darauf geachtet, dass meine Beiträge dort gut gefunden werden. Ich achte immer ein bisschen darauf, dass zumindest die Headlines meiner Artikel halbwegs Suchmaschinentauglich sind.

Ansonsten versuche ich auch immer mal wieder andere Blogs zu kommentieren, da ich aus eigener Erfahrung weis wie wichtig Feedback für einen Blogger ist. Da ich selbst jeden Link in Kommentaren anklicke, gehe ich davon aus, dass auch andere Blogger das tun und evtl. irgendwann mal meinen Blog in ihren Feedreader packen.

Welche Social Networks nutzt du regelmäßig?
Regelmäßig nutze ich Twitter und Facebook.

Anfangs habe ich wie ein wilder Stier alles getwittert was ich gerade so getan habe. Mittlerweile nervt mich das aber, da ich selbst auch angenervt bin von den „Ich gehe Kaffe trinken“-Tweets. Daher twittere ich eigentlich nur noch, wenn ich etwas interessantes gefunden habe oder meine der Welt mitteilen zu müssen, dass ich mal wieder etwas gebloggt habe. Insgesamt ist meine Twitternutzung rückläufig.

Den ganzen Privatkram habe ich auf Facebook verlagert und dort bin ich auch selektiver mit den Kontakten. Berufliche Kontakte habe ich dort nur in Ausnahmefällen bestätigt, wenn ich die Personen auch privat gut kenne.

Um mein Blog etwas zu unterstützen habe ich bei Facebook eine Fanpage eingerichtet. So kann man dort mit mir in Kontakt stehen und muss nicht gleich „Freunde“ sein ;-)

Allerdings entwickelt sich bei mir auch Facebook gegenüber eine gewisse Grundskepsis. Irgendwie gehen mir die amerikanischen Unternehmen zu achtlos mit den Daten um. Ich bin nicht paranoid und liebe die ganzen Dienste sehr. Aber auch online sollte man sich etwas Privatsphäre gönnen.

Welches ist dein Lieblings WordPress Plugin?
Akismet, es hat mich schon vor vielen Tausend Spamkommentaren geschützt und hat eine grandiose Trefferquote.

Welche Blogs verfolgst du selbst regelmäßig?
Das wechselt ständig, aber drei die ich aktuell sehr gerne mag sind powerbook.blogger.de, Krolop Gerst und Blogtimes.

Was würdest du rückblickend betrachtet auf deinem Blog anders machen?
Ich würde mich heute wahrscheinlich von Anfang an mehr auf ein Thema oder eine Themengruppe konzentrieren, statt immer von einem Thema zum nächsten zu hüpfen. Wenn ich das gemacht hätte, hätte ich heute wohl viel mehr regelmäßige Leser.

Grundsätzlich bin ich aber mit meinem Blog sehr zufrieden und es gibt nichts was ich ändern würde. Vielleicht mal irgendwann ein richtig professionelles Design, aber irgendwie haben diese fertigen Wordpres-Themes auch ihren Charme ;-)

Dein Tipp für alle Blogger, die einen Blog aufbauen möchten?
Überlegt Euch vorher wo ihr hin wollt und was Eure Ziele sind. Die Zeiten in denen man ein Blog gestartet hat und dieses gelesen wurde nur weil es ein Blog ist, sind vorbei. Heute muss man sich thematisch fokussieren und das auch durchziehen. Vor allem benötigt man Durchhaltevermögen. Wer mit seinem Blog das Taschengeld aufbessern möchte, sollte sich bewusst sein, dass es harte Arbeit ist und die Leser nicht vom Himmel fallen.

Vielen Dank an Patrick für das Interview!





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  • One Response to “Interview mit Patrick von neunzehn72.de – “Ich habe eigentlich geschrieben um des Schreibens wegen””

    1. FrankNo Gravatar Says:

      *Wau* die 360° Fotos sind absolute Spitze! Vor allem teilweise auch noch mit Sound. Bin schwer beeindruckt. Wie lange dauert es so ein Bild zu erstellen?

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