Wer? Wie ? Was?

Der Name Webmaster Interview, verrät schon das meiste. Hier geht es um Interviews mit SEOs, Webmastern, Affiliates und Bloggern aus der Praxis und vielen anderen Menschen aus Fachbereichen des Internet Business.

Die Interviews sollen als Denkanstöße, Motivation und Ideenpool für angehende und fortgeschrittene Webmaster in ihren Fachbereichen dienen.

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Interview mit Konna von gedankendeponie.net

gedankendeponie.netBitte stell doch dich und deinen Blog kurz vor.
Mein Name ist Konstantin, aber für Freunde und im Netz heiße ich eigentlich nur Konna. Ich bin im November 1986 in Schleswig-Holstein geboren und dort wohne ich auch immer noch. Nach meinem Abi habe ich mich für ein Lehramtsstudium mit den Fächern Latein und Geschichte in Kiel entschieden, welches ich nach wie vor mit Begeisterung verfolge.

Mein Blog nennt sich „Gedankendeponie“ und genau das stellt es eigentlich auch dar. Ein Ort, an dem ich alle meine Gedanken aufschreiben und teilen kann. Dabei bin ich nicht auf einige wenige Themen fixiert, sondern blogge fast über alles. Neben privaten Dingen und mein Studium zum Beispiel auch über Musik, Filme und Serien, Blogtipps, Software, Fotos usw. – bei mir wird jeder fündig. Mein Ziel ist es, dass sich jeder Besucher wohlfühlt und sich gut unterhalten fühlt.

Wie kamst du auf die Idee einen Blog zu erstellen und wie ist der Start verlaufen?
Die Idee entstand aus Langeweile. Nach dem Abitur hatte ich sehr viel Freizeit und in meinem Abschlussjahrgangsforum wurde mir dann vorgeschlagen, ich könnte doch einen Blog über mein anstehendes Studium usw. machen. Das tat ich dann auch, aktualisierte es aber zunächst eher unregelmäßig und mit irgendwelchen Kleinigkeiten aus dem Alltag. Es hat ein paar Monate gedauert, bis die ersten Kommentare kamen, die nicht von meinen Freunden stammten, aber als ich dann die ersten anderen Blogs entdeckt hatte und selbst kommentierte, ging es rasant aufwärts – auch mit der Postingfrequenz.

Welche Einnahmequellen nutzt du auf deinem Blog?
Ich habe früher mal Trigami genutzt, mich aber aufgrund einer Abstufung des Pageranks und des immer uninteressanter werdenden Angebots (vordefinierte Texte, unpassende Produkte, viele Ablehnungen) vor einiger Zeit abgemeldet. Weiterhin ist eine schmale AdSense-Werbung in der Artikelansicht integriert. Die bekommt man jedoch nur zu sehen, wenn man über eine Suchmaschine aufs Blog kommt. Sobald ich jedoch die erste Auszahlung erreicht habe, wird auch das rausfliegen – lohnt sich einfach nicht.

Kannst du uns einige Eckdaten zu deinem Blog geben?
Das Blog existiert seit dem 4. September 2006. Momentan belaufen sich die Zahlen auf 1.242 Beiträge und 13.316 Kommentare. Ein Schnitt, mit dem ich sehr zufrieden bin. Feedstats gibt an, dass ca. 450 Menschen den Feed abonniert haben, die Besucherzahlen sind ab April diesen Jahres extrem gestiegen und belaufen sich nun auf ca. 22.500 im Monat, also ungefähr 750 Views am Tag.

Welche Methoden hast du genutzt, um deinen Blog bekannt zu machen?
Die einzig wirklich effektive: Auf anderen Blogs kommentieren. Wenn man nicht nur auf Suchmaschinenkundschaft aus ist und über gefragte Themen schreiben möchte, ist das der allerbeste Weg. Wenn man gute Kommentare schreibt, wird man meist mit einem Gegenbesuch gewürdigt. Schreibt man dann auch noch lesenswerten Content auf seinem Blog, werden die ersten Leser und Kommentatoren nicht lange auf sich warten lassen. Kurzum: Sich in der Blogosphäre zu zeigen und zu engagieren bringt einen am meisten weiter.

Welchen Wert legst du auf Seo und wie viele deiner Besucher kommen über Suchmaschinen?
Ich habe schon einigen Wert darauf gelegt, dass mein Blog vernünftig von Google und Co. erkannt wird. Außerdem bemühe ich mich immer darum, Überschriften für meine Beiträge zu verwenden, die SEO-freundlich sind. Den Rest lasse ich die einschlägigen SEO-Plugins für WordPress machen. Das hat bisher immer völlig ausgereicht hat.

Was hältst du aktuell vom stark diskutierten Microblogging-Dienst namens Twitter?
Viel, aber nicht zu viel. Für mich ist Twitter einerseits ideal, um meine Blogposts zu verbreiten. Kurz nach dem Posten eines Links sind immer zwischen 10-20 Personen auf jenem Beitrag. Aber hauptsächlich ist Twitter für mich eine sehr kommunikative Möglichkeit der Zerstreuung. Ich kann blitzschnell mit einer ganzen Schar Menschen kommunizieren und mich unterhalten, Spaß haben und neue Bekanntschaften machen. Das Tolle daran: Jeder einzelne Twitterer kann irgendwas besonders gut und so hat man fast immer einen Experten parat, den man bei irgendwelchen Fragen ansprechen kann. Und weit im Lande verstreute Bekanntschaften können auch ein Vorteil sein, wenn man mal unterwegs ist.
Allerdings kann Twitter für mich das Bloggen nicht ersetzen aber ich bekomme eigentlich beides ganz gut unter einen Hut.

Welche Blogs verfolgst du selbst regelmäßig?
Zu viele, um sie hier alle aufzuzählen. Ich bin aber eher ein Fan der kleinen und mittelgroßen Blogs, weil es mir da persönlicher und authentischer zugeht, was ich sehr gern habe. Wichtig ist mir auch, dass man sich als Leser und Kommentator willkommen fühlt und beachtet fühlt, was soviel heißt wie: Wenn ich einen Kommentar schreibe, dann möchte ich auch eine Antwort darauf bekommen. Wo ich das nicht bekomme, sieht man mich meist nicht so schnell wieder, zumindest als Kommentator.
Weil ich kein Blog besonders herausheben möchte, empfehle ich einfach mal einen Blick in meine Blogroll. Da sind die meisten Blogs, die ich lese, drin. Wenn auch nicht alle.

Was würdest du rückblickend betrachtet auf deinem Blog anders machen?
Eigentlich nicht viel. Wahrscheinlich nur von Beginn an etwas strukturierter sein, was vor allem den Aufbau der Beiträge meint: Mehr Absätze, Zwischenüberschriften, Textformatierungen verwenden und das alles auch stringent beibehalten. Ansonsten würde ich nicht viel ändern, denn ich bin froh über das, was ich schon erreicht habe. Damit hätte ich zu Beginn meiner Bloggerlaufbahn nie gerechnet.

Dein Tipp für alle Webmaster, die erfolgreich einen Blog aufbauen möchten?
Habt Geduld! Wer sich zu schnell entmutigen lässt, wird ganz sicher nicht erfolgreich sein. Es wird immer Phasen geben, in denen man entweder keine Lust oder keine Ideen hat oder in denen die Mühen überhaupt nicht belohnt werden. Doch da muss man durch und dann wirds auch wieder besser. Außerdem: Beteiligtund zeigt euch in der Blogosphäre. Wer nur sein eigenes Süppchen kocht, wird auf Dauer keine Gäste haben, die immer wieder gern vorbeischauen. Und abschließend: Versucht authentisch und euch selbst gegenüber ehrlich zu bleiben. Dann macht’s am meisten Spaß und mit dem Spaß kommt auch der Erfolg.

Vielen Dank an Konna für das Interview.





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  • 3 Responses to “Interview mit Konna von gedankendeponie.net”

    1. LordyNo Gravatar Says:

      Da sagt der Konna mal wieder viel Wahres. Tolles Interview. ^^

    2. MagratNo Gravatar Says:

      Ein interessantes Interwiew, fürwahr, und interessante Antworten gibt er da, der Konna… :-)

    1 Trackbacks

    1. Hinweis: Interview mit mir beim Webmaster Interview Says:

      [...] aber wie das so ist, sowas kommt eben immer alles auf einmal. Dieses Mal möchte ich euch auf ein Interview hinweisen, dass Sascha vom Webmaster Interview mit mir geführt hat. Zehn Fragen hat er mir [...]

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