Interview mit Henri von coach-im-netz.de
Bitte stell doch dich und deinen Blog kurz vor.
Gerne! Mein Name ist Henri Apell und ich bin seit Mitte 2007 selbstständig als Coach und Kommunikationstrainer. Ich gebe für das Info-Portal www.ratschlag24.com Tipps zur Kommunikation. Daneben betreibe ich meinen Blog www.coach-im-netz.de und das Portal www.miteinander-kommunizieren.de.
Vorher habe ich in verschiedenen Bereichen gearbeitet: In der evangelischen Kirche, bei Sozialeinrichtungen und an Schulen. Ferner habe ich für Arbeitslose Bewerbungstrainings gegeben. Nebenbei habe ich mich im Systemischen Coaching, Mediation und Neurolinuistischem Programmieren weitergebildet. So entstand schließlich der Wunsch, mich selbstständig zu machen.
Wieso hast du deinen Blog ins Leben gerufen?
Zum einen las ich schon früher einige Blogs. Als ich mich dann im Bereich Coaching selbstständig gemacht habe, stellte ich fest, dass es für Coaches im Bereich Internetmarketing noch wenige Informationen gab. Da hatte ich die Idee für mein Blog. Ich wollte natürlich gleich richtig starten, da kam für mich auch nur WordPress in Frage.
Ferner nutze ich meinen Blog, um mich als Experten zu etablieren und um für meine Dienstleitungen zu werben.
Kannst du uns einige Eckdaten zu deinem Blog geben?
Meinen Blog betreibe ich seit Juni 2008; ca. 160 Visits pro Tag, ca. 260 Page Views pro Tag; Aktuell sind über 400 Artikel erschienen; ich schreibe pro Tag einen Artikel.
Welchen Wert legst du auf SEO und wie viele deiner Besucher kommen über Suchmaschinen?
Darauf lege ich sehr viel Wert und schreibe die Artikel auch dementsprechend; ohne natürlich meine Zielgruppe zu vernachlässigen. Bei manchen Keywords bin ich ziemlich weit vorne, z.B. „Facebook Anleitung“; „schulz von thun abschiedsvorlesung“; „coaching mustervertrag“; „xing tricks“; um einige erfolgreiche zu nennen.
Neben dem Internetmarketing ist NLP eines deiner großen Coaching Themen. Kannst du erklären was NLP ist?
Einige verrückte Leute aus Kalifornien haben in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts die besten Kommunikatoren sehr genau unter die Lupe genommen, sie begleitet und mit ihnen gearbeitet. Sie wollten wissen, was diese so einzigartig macht, was sie so erfolgreich werden lässt. Daraus ist das NLP entstanden, das Neuro-Linguistische Programmieren.
Mein NLP-Kollege Carsten Gramatke hat das Wiki Nlpedia entwickelt: nlpportal.org Dort kann man viele Dinge sehr genau nachlesen.
Muss ich zu Seminaren gehen um NLP zu lernen, oder kann ich das auch in einem Selbststudium mit Büchern von zu Hause aus?
NLP lernst du bei einem guten NLP-Trainer. Dieser muss jedoch 2 Kriterien erfüllen: Er sollte kompetent sein und seine Art, NLP zu vermitteln, sollte dir liegen. Schau dir daher vorher genau an, bei wem du NLP lernst. Ich selbst habe bei den unterschiedlichsten NLP-Trainern gelernt und hospitiert. NLP heißt auch üben und ausprobieren. Dazu brauche ich Menschen, am Anfang auch Übungsgruppen, bei denen ich neu erlerntes ausprobieren kann. Später jedoch sollte das alltägliche Leben selbst genügend Möglichkeiten bieten, NLP anzuwenden.
Über die verschiedenen NLP-Trainer kannst du hier eine Menge Informationen bekommen.
Der Schwerpunkt von NLP liegt auf der Kommunikation. Kann mir NLP auch beim Schreiben von Blogartikeln helfen?Ja, auch da kann NLP helfen. Was zeichnet gute Kommunikation, was einen guten Kommunikator aus? Darum geht es im NLP. Gute Kommunikatoren sprechen die Sprache ihrer Zuhörer; beim Bloggen heißt das: Schreib für deine Zielgruppe.
Ferner schärft NLP die Sprache. Ein Beispiel: Macht es einen Unterschied, ob ich schreibe: Gratisdownload, umsonst downloaden, gratis runterladen, Den Download gibt`s für lau, kostenlos runterladen, frei zum Runterladen/Download? Natürlich! Kostenlos heißt präzise: Keine Kosten. Umsonst kann auch heißen „keine Bedeutung“; gratis ist für mich allgemein und am neutralsten. Daher verwende ich meist Gratisdownload oder gratis downlaoden. Kommt jedoch wieder auf die Zielgruppe an. Letzten Endes kann ich das ja am Klickverhalten überprüfen. Dafür gibt es ja genügend gute Tools.
Du bietest SEO-Dienstleistungen wie z.B. Keywordanalyse oder Linkvorsschläge speziell für Trainer, Coachs oder Berater an. Gibt es spezielle Tools, die dir deine SEO-Arbeit erleichtern?
Die Tools sind Berufsgeheimnis;-) Ich kenne jedoch die Coachingszene ziemlich gut, die ganzen Foren und Links und die wirklich guten Newsletter. Auch welche Nischen noch nicht besetzt sind und zu welchen Keywords es zu viele Websites gibt. Daher kann ich gerade für Berufsanfänger eine gute Starthilfe geben.
Was hältst du aktuell vom stark diskutierten Microblogging-Dienst namens Twitter?
Ich selbst twittere sehr gerne und bekomme z.B. viele Tipps über SEO und Coaching über Mit-Twitterer; diese erweitere ich dann zu einem Blogbeitrag. Man muss halt darauf achten, wem man folgt und seinen Account langsam aufbauen. Auf meinem Blog veröffentliche ich immer wieder Listen von Trainern und Coaches, die twittern. Auch viele „Stars“ der Coachingszene twittern.
Ich werde in der Fachzeitschrift „Seminar und Kommunikation“ dazu demnächst einen Artikel veröffentlichen, offline!
Welche Blogs verfolgst du selbst regelmäßig?
www.selbstaendig-im-netz.de
www.feel-better-blog.de
www.mehr-erfolg-im-internet.net
www.eisy.net
www.hpz.com/hypnose-erfolgs-blog
www.blogtrainer.de
www.pr-doktor.de
klauseck.typepad.com/prblogger
www.blogprojekt.de
Was würdest du rückblickend betrachtet auf deinem Blog anders machen?
Ich hätte früher das Standard-Theme austauschen sollen. Diese ganze Arbeit im technischen Bereich habe ich an einen Profi abgegeben und der macht das hervorragend. Er hat auch das neue Theme entwickelt und seitdem bekomme ich sehr viel Lob für meinen Blog. Er lädt auch wesentlich schneller.
Durch diese Arbeitsteilung ist mein Kopf frei für Artikel, Marketing und Akquise. Dies kostet schon genug Zeit.
Dein Tipp für alle Blogger, die einen Blog aufbauen möchten?
Regelmäßig gute Artikel schreiben, dranbleiben und immer die Zielgruppe im Auge behalten!
Vielen Dank an Henri für das tolle Interview!






Januar 5th, 2010 at 06:50
Schönes Marketing-Beispiel, wie jemand früh eine ziemlich unbesetzte Marktnische fand, und zielgerecht bearbeitet hat. Und das mit Erfolg.
Den Ratschlag mit WordPress kann ich auch weitergeben. Es gibt einfach nichts Besseres für Blogger. Bei den Themes bin ich anderer Meinung. Es gibt mittlerweile viele sehr gute kostenlose Themes, die man halt etwas anpassen muss. Außerdem gibt es für wenig Geld ganz ausgefuchste, wunderschöne Templates, die ordentlich was hermachen. Sowas entwickeln zu lassen, kostet erheblich mehr.
Ohne Twitter und die tollen Marketingchancen, die darin liegen, geht es fast gar nicht mehr. Allerdings muss man sich dort einen Namen als Experte über Blogs und/oder Websites aufbauen, dann ist es eine kostenlose – wenn auch zeitintensive – Vernetzungsmöglichkeit.