Interview mit Frank von pinsationen.de – “Ich würde gleich am Anfang die Webseiten SEO-optimieren”
Bitte stell doch dich und deine Firma kurz vor.
Mein Name ist Frank Rösch. Ich betreibe die beiden Webseiten www.pinsationen.de und www.ultrasservice.de .
Über beide Seiten werden individuell nach Kundenvorlage erstellte Werbe-, Fan- und Vereinsartikel vertrieben. Der Focus bei Pinsationen liegt auf Pins und Anstecknadeln, sowie Fanschals und Fanmützen. Bei Ultras Service werden hauptsächlich individuell erstellte Bekleidung vertrieben.
Kannst du uns einige Eckdaten zu deinem Gewerbe geben?
Das Gewerbe wurde bereits 1991 angemeldet und am Anfang nur durch Printwerbung bekannt gemacht. Wir beliefern viele Vereine, aber auch Firmen und Werbeagenturen. Seit kurzer Zeit nutzen wir auch meine persönlichen, guten Kontakte innerhalb der Fußball-Fanszene.
Inzwischen hast du das Gewerbe schon 19 Jahre. Wann bist du damit über das Internet erstmals offensiv auf Abnehmer zugegangen und wie ist es dazu gekommen?
Aufgrund des schlechten Kosten-Nutzungs-Verhältnis (extremer Streuverlust) dümpelte das Gewerbe nach einer guten Anfangszeit nur noch vor sich her. Erst vor ca. 2 ½ Jahr wurde uns das Internet als Werbeplattform genutzt. Seitdem erzielen wir jährlich erquickliche Umsatzsteigerungen.
Was waren für dich, gerade am Anfang, die schwersten Hürden im Internet mit deinem Gewerbe?
Schwierig war es die geeignete Werbestrategie zu finden. So wurde am Anfang eine Art Lieferantensuchmaschine genutzt. Der Erfolg war mehr schlecht als recht. Auch diverse Werbebanner hatten nicht den rechten Erfolg. Erst die Nutzung von AdWords und gezielte Werbung Fanszene-Portalen brachte die Wende.
Welchen Wert legst du auf SEO und wie viele deiner Besucher kommen über Suchmaschinen?
Beide Seiten werden Zug um Zug SEO-optimiert, wobei die Ultras Service – Seite hier doch mehr als Nachholbedarf hat. Bei Pinsationen kommen 75% der Besucher über Suchmaschinen, wobei der Anteile von AdWords bei rund 90% liegt. Bei Ultras Service kommen nur 15% über Suchmaschinen. Hier wird generell auf AdWords verzichtet.
Neben SEO arbeitest du auch mit AdWords. Wie schwer war es für dich als „Quereinsteiger“ mit diesen komplexen Themen zurechtzukommen.
Gerade am Anfang tat ich mich sehr schwer mit diesem komplexen Thema. Es wurden blind Keywords eingegeben, die kaum zu einer Clickrate führten. Eine Verbesserung brachte die Einschaltung einer SEM-Agentur. Diese ließ sich die Arbeit auch sehr gut bezahlen, so dass ich nach 4 Monaten die Zusammenarbeit beendete und die gewonnen Erkenntnisse umsetzte. Zudem hilft mir entsprechende Fachlektüre sehr weiter.
Wo musstest du besonders viel Lehrgeld zahlen?
Sowohl das blinde Setzen von Werbebannern als auch die Einschaltung der Lieferantensuchmaschine würde ich heute nicht mehr einsetzen. Dies hat sehr viel Geld gekostet. Zudem hatte ich auch eine Mailingaktion, ganz konventionell als Infopost, gestartet. Diese Aktion war im Endeffekt keinen Cent wert.
Du hast ein eigenes Affiliate Programm auf ADCELL. Wie sind deine bisherigen Erfahrungen damit?
Das Affiliate Programm habe ich vor Kurzem beendet. Leider war die Kampagne extrem erfolglos. Sicherlich lag das auch an der Art meines Angebotes. Dies ist eben nicht vergleichbar mit einem Online-Shop. Allerdings war ein Großteil der Partnerwebseiten qualitativ unten angesiedelt und nur ein Sammelsurium diverser Links.
Was würdest du rückblickend betrachtet anders machen?
Was ich nicht mehr machen würde, habe ich ja bereits im Punkt “Wo musstest du besonders viel Lehrgeld zahlen?” beschrieben. Ich würde allerdings gleich am Anfang die Webseiten SEO-optimieren und auch gleich AdWords mit einbeziehen.
Dein Tipp für alle Firmen, die im Internet mit ihrem Produkt Fuß fassen wollen.
Wenn möglich probiert es mit Nischenprodukten. Und vor allem hebt Euch mit Service von den Mitbewerbern ab. Es ist teilweise unfassbar, was für ein schlechter Service geboten wird. Hierzu gehört vor allem, das Mail spätestens innerhalb von 24 Stunden beantwortet sind. Ansonsten ist der Kunde nämlich bei Mitbewerber….
Vielen Dank an Frank für das Interview!





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