Wer? Wie ? Was?

Der Name Webmaster Interview, verrät schon das meiste. Hier geht es um Interviews mit SEOs, Webmastern, Affiliates und Bloggern aus der Praxis und vielen anderen Menschen aus Fachbereichen des Internet Business.

Die Interviews sollen als Denkanstöße, Motivation und Ideenpool für angehende und fortgeschrittene Webmaster in ihren Fachbereichen dienen.

Ihr habt was zu sagen? Her damit!

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Euer Fachgebiet ist Usability, Social Media Optimization, Search Engine Marketing oder Landing-Page Design?!?

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Interview mit Carsten von der-softwareentwickler-blog.de

der-softwareentwickler-blog.de width=Bitte stell doch dich und deinen Blog kurz vor.
Hallo, mein Name ist Carsten Seifert und ich bin 31 Jahre alt. Seit zwei Jahren bin ich glücklich verheiratet und wohne im schönen Schleswig-Holstein. Vielleicht kennt sogar der eine oder andere den Ort in dem ich lebe aus Werner – Beinhart!: Süderbrarup.
Nach meiner Schule hab ich erstmal eine Lehre zum Elektroinstallateur gemacht, wonach ich dann in Lüneburg Angewandte Automatisierungstechnik studiert hab. Danach hab ich dann in der Softwareentwicklung angefangen, was mich auch auf die Idee meines Blogs Der-Softwareentwickler-Blog.de gebracht hat. Hier veröffentliche ich Tipps und Tricks, über die ich während meiner Arbeit stolpere, über News aus der IT-Welt, und ab und zu veröffentliche ich auch Tutorials als Video-Podcasts, in denen ich verschiedene Themen aus der Softwareentwicklung behandele.
Da ich als Angestellter im übrigen auch ein Nebengewerbe für Softwareentwicklung und Webdesign betreibe, schreibe ich auch über Wissenswertes für Selbständige.

Wieso hast du dein Blog ins Leben gerufen?
Wenn man wie ich im IT-Bereich tätig ist, kommt man ständig mit neuen Fragestellung in Kontakt. Nicht selten bringen mich Blogs dann auf die richtige Idee. Allerdings fehlten mir bei den Blogs, die ich damals las, ein bisschen die etwas allgemeineren Artikel, die Entwickler auch abseits des Programmcodes interessieren, wie zum Beispiel die Selbständigkeit im IT-Bereich. Und so hat es mich eines Abends dann gepackt: Ich erstellte von meiner Webseite meines Nebengewerbes kurzer Hand eine Subdomain, installierte WordPress (das ich bis dato überhaupt noch nicht kannte) und veröffentlichte meinen Hallo Welt-Artikel. Einige Tage später folgte dann die Reservierung der jetzigen Domain, und so war der Blog geboren.

Kannst du uns einige Eckdaten zu deinem Blog geben?
Das kann ich gerne machen! Mein Blog existiert seit Oktober 2008. In dieser Zeit hab 174 Artikel veröffenticht, darunter 25 Video-Turials bzw. Video-Podcasts. In den letzten Monaten hatte ich ca. 6000 Visits bei ca. 12000 Pageviews im Monat auf meiner Seite, Tendenz steigend. Hinzukommen noch die Besucher, die auf YouTube meine Filme ansehen.

Welche Einnahmequellen nutzt du auf deinem Blog und mit welchen hast du die beste Erfahrung?
Seit einigen Wochen experimentiere ich ein bisschen mit dem Werbeflächen-Vermarkter Adscale, wobei ich für so einen Anbieter wohl zu wenige Besucher hab, als dass sich dies wirklich lohnt. Sonst setze ich eigentlich nur Adsense ein.
Da ich ja noch andere Webprojekte betreibe ist mir aufgefallen, dass sich Einnahmequellen je nach Projekt und Thema völlig unterschiedlich darstellen können. Bei Der-Softwareentwickler-Blog.de funktioniert zum Beispiel Adsense wunderbar, obwohl ich nur einen einzigen Werbeblock eingebunden hab.
Bei einem anderen Projekt widerum waren die Klickpreise von Adsense so dermaßen im Keller, dass sich zum Beispiel Contaxe als wesentlich besser erwieß. Ähnlich ist es mit Amazon. Bei bestimmten Zielgruppen kann man noch so relevante Kaufempfehlungen einbinden, da kauft trotzdem keiner. Bei einem anderen Themengebiet bzw. einer anderen Zielgruppe kaufen sie fast alles. Wirklich interessant, wie dies variieren kann.
Man kann also nie sagen, ob dieses oder jenes am Besten ist. Es kommt immer auf das Thema und die Zielgruppe an.

Welchen Wert legst du auf SEO und wie viele deiner Besucher kommen über Suchmaschinen?
Wieviel Wert lege ich auf SEO? Hmmm, lass mal überlegen. Am Anfang hab ich mich überhaupt nicht darum gekümmert. Als ich dann mal den einen oder anderen Artikel gelesen und mal einige PlugIns ausprobiert hab, merkte ich schnell, dass dies anscheinend die Suchmaschinen doch sehr mögen. Und so setze ich jetzt auf meinem Blog das PlugIn izioSEO ein, was mir dabei hilft die Description und die Keywords auf den Seiten zu setzen. Zudem hab ich ein PlugIn, dass mir eine Sitemap erstellt. Ansonsten mache ich nicht sonderlich viel, was SEO betrifft. Okay, bei den Überschriften achte ich darauf, dass sie aussagekräftig sind. Das war es aber eigentlich schon.

Hauptberuflich bietest du die Planung und Umsetzung von Webseiten an. Wie schwer ist es oft die Vorstellung von Kunden zu treffen?
Hauptberuflich ist wohl nicht das richtige Wort. In meinem Nebengewerbe, das ich betreibe, erstelle ich auch Webseiten. Ich lebe auf dem Land, und dort ist der Bedarf an Unternehmens-Webseiten eher gegeben als an komplexen Softwareanwendungen, und deswegen biete ich diese an. Aber Du liegst mit Deiner Vermutung schon ganz richtig. Es ist nicht immer ganz einfach, die Vorstellungen und die Wünsche der Kunden auf Anhieb zu treffen. Denn nicht selten wissen die Kunden ja nicht mal selber was sie eigentlich wollen. Und da muss man sich dann erstmal zusammensetzen und herausfinden, was der Gegenüber eigentlich möchte.

Eine weitere Dienstleistung deiner Firma sind Usability-Tests. Auf was gilt es bei der Usability besonders zu achten?
Zunächst mal ist es wichtig, dass die Struktur der Seiten auf allen Unterseiten die selbe bzw. eine ähnliche ist (Ausnahmen gibt es natürlich immer). Das hört sich trivial an, und gerade in der Blog-Welt kennt man dies ja eigentlich gar nicht anders, aber in der HTML-Welt ist es öfters doch anders. Gerade wenn Unerfahrene „mal eben“ eine Seite basteln, können sich die Unterseiten so sehr unterscheiden, dass man manchmal meinen könnte, man befinde sich plötzlich auf einer komplett anderen Webseite.
Des weiteren sollte man sich an sogenannte implizite Standards halten. Das sind Dinge, an die sich wohl jeder im Internet gewöhnt hat, obwohl sie nicht wirklich als Standard definiert wurden. Beispiel Suchmaske: Normalerweise befinden sich diese immer im oberen Bereich der Webseite und nicht unten im Impressum versteckt.
Um noch einen letzten Punkt zu nennen ist der Navigationsaufbau ein sehr wichtiger. Ich halte eine ausgewogene Balance zwischen der Tiefe und der Breite einer Navigation und deren Unterpunkte für sehr wichtig. Zudem sollten auf einer Ebene nicht gleiche oder sehr ähnliche Begriffe für unterschiedliche Kategorien benutzt werden, denn das verwirrt nur.

Was hältst du aktuell vom stark diskutierten Microblogging-Dienst namens Twitter?
Ich selber nutze Twitter nicht, hab aufgrund meiner anderen Tätigkeiten auch keine Zeit dafür. Mein Kommunikationsmittel ist der Blog. Mit diesem kann ich mich kreativ austoben und ich hab alles selber in der Hand. Bei einem Twitteraccount ist man ja doch sehr vom Anbieter abhängig. Wenn der das Portal dicht macht ist es mit Deinem Account auch vorbei.

Welche Blogs verfolgst du selbst regelmäßig?
Es gibt eine Reihe von Blogs, die ich ab und zu besuche. Hier mal ein Auszug:
des-eisbaeren-blog.de
code-inside.de
selbstaendig-im-netz.de
eisy.eu

Was würdest du rückblickend betrachtet auf deinem Blog anders machen?
Ich würde von Anfang an meine Description und meine Keywords über eine PlugIn, besser gesagt über das richtige PlugIn pflegen. Am Anfang hatte ich ein anderes genutzt und da musste ich von Hand alle Beschreibungstexte und Keywords in meinen älteren Artikel nachträglich eintragen. Das war sehr mühsam und zeitaufwendig. Zudem würde ich mir nicht mehr das Ziel setzen jeden Tag etwas zu bloggen, das wird nämlich irgendwann stressig. Ich hatte mir am Anfang das Ziel gesetzt, hab es dann aber irgendwann schweren Herzens über Bord geworfen. Ansonsten bin ich eigentlich ganz zufrieden.

Dein Tipp für alle Blogger, die erfolgreich einen Blog aufbauen möchten?
Nutzt PlugIns für Eure Description und Keywords.
Nein, im Ernst, setzt Euch nicht unter Druck beim Bloggen, sondern schreibt wann ihr wollt und worüber ihr wollt. Ihr solltet Spaß am Thema haben, ansonsten verliert ihr irgendwann die Interesse am Bloggen. Und verliert nicht die Geduld, wenn sich der Erfolg nicht sofort einstellt. Denn auch beim Bloggen braucht man Zeit. Natürlich gibt es Senkrechtstarter, die sind aber selten.

Vielen Dank an Carsten für das Interview!





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